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08.03.2019, 12:18 Uhr
CDU-Europaabgeordneten Dennis Radtke zu Gast beim Politischen Aschermittwoch in Scholven/Bülse
Dennis Radtke fordert eine Politik der Vernunft
"Ich erteile allen extremen Forderungen und Konzepten von links wie von rechts eine klare Absage. Ich stehe für eine Europapolitik der Vernunft für die Interessen der Menschen hier im Ruhrgebiet." Der CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke schüttelte immer wieder verständnislos den Kopf, wenn er vor den gut 50 Zuhörern in der Gaststätte "Bülser Hof" überzogene Umwelt- und Sozialprojekte oder menschenverachtende Ansichten kritisierte. Er war Gastredner einer Veranstaltung der CDU-Ortsverbände Hassel, Scholven/Bülse und Buer sowie des CDA-Kreisverbandes Gelsenkirchen zum politischen Aschermittwoch.
Seine berufliche Vergangenheit in der Gewerkschaft IGBCE führte Radtke gleich zu Beginn seines Referats zum Thema Energiewende: "Man muss die Verlogenheit in der Diskussion deutlich machen. Ein Verzicht auf Kohle und Atomkraft bei noch unzureichenden alternativen Energiequellen führt zu weiter steigenden Energiepreisen. Dabei sind schon heute rund 400.000 Haushalte in Deutschland wegen Zahlungsschwierigkeiten vom Strom abgeklemmt und energieintensive Industrien werden immer schwieriger zu betreiben sein." Auch die hohen CO2-Einsparziele und Abgasgrenzwerte sind für Dennis Radtke schöne Luftschlösser: "Die Verteufelung der Verbrennungsmotoren wird zu einem starken Abbau von Hochlohnarbeitsplätzen in der deutschen Schlüsselindustrie Automobilbau führen sowie Selbständige und Handwerker als Diesel-Fahrer stark belasten." Bei den Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit grenzt Radtke zwei Bereiche klar voneinander ab: "Eine Verteilung von Schulden einzelner EU-Länder auf die Gemeinschaft, eine europaweite Sozialversicherung oder eine Angleichung der Höhe sozialer Leistungen in allen Ländern lehne ich entschieden ab. Gut und richtig ist hingegen die weitere Stärkung der Arbeitnehmerrechte, da vergleichbare Standards für die Wettbewerbsfähigkeit unserer deutschen Unternehmen wichtig sind."

Auf die Frage nach der Zukunft der EU ermunterte Radtke die Bürger, sich für Europa zu engagieren und das Friedensprojekt zu verteidigen: "Wenn die ungarische Regierungspartei gegen europäische Grundwerte auftritt, hat sie im Zusammenschluss der bürgerlichen Parteien, der EVP, nichts mehr verloren."

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